Seit gestern abend bin ich nun in Luang Prabang in Laos und die Anreise war wirklich sehr spannend... Angefangen hat es mit der 5-stuendigen Busfahrt von Chiang Mai nach Chiang Khong. Nachdem wir den Fahrer dazu gebracht haben uns nicht mehr mit Boney M. zu beschallen, war es in dem Bus auch wirklich angenehm, denn ich hatte Glueck und einen guten Platz mit viel Beinfreiheit erwischt. Die Strassen auf der Fahrt quer durch Thailands Norden waren trotz einiger Bausstellen ziemlich gut (auf jeden Fall viel besser, als die in Island) und wir hatten eine tolle Aussicht auf Land und Leute. So verging die Zeit auch recht schnell, bis wir in unserem Guesthouse ankamen, wo fuer die gesamte Gruppe bereits Zimmer und ein Abendessen-Bueffet bereitstanden. Ein bischen erschreckt hat uns der Frosch im Waschbecken, aber mit sowas muss man auf Reisen eben leben - und eigentlich war er ganz suess.
Am naechsten Morgen wurden wir erst zum thailaendischen Immigration Office gebracht, um unseren Ausreisestempel zu holen. Dann ging es durchs Tor nach Indochina, mit einer kleinen Barke auf die andere Mekong-Seite und zum laotischen Immigration Office, wo wir den Einreisestempel fuer Laos bekamen. Bis die ganze Gruppe dann endlich im Boot sass und das dann auch losfuhr hat es noch eine ganze Weile gedauert, aber dafuer hatten wir mal wieder echt Glueck. Kurz vor Abfahrt haben sich die Schiffsleute dazu entschieden, noch ein zweites Boot zu benutzen, weil es auf einem mit so vielen Leuten doch empfindlich eng geworden waere... So hatten wir dann angenehm Platz und eigentlich jeder eine Bank fuer sich. Toll! So lassen sich auch 6h Bootsfahrt ertragen. Leider hat es aber ziemlich geregnet, wodurch es recht kalt und die Sicht nicht ganz so toll war. Auf dem Boot haben wir noch ein deutsches Paearchen (Inge und Andi) kennengelernt - wie der Zufall so will hat Inge auch in Konstanz studiert... die Welt ist eben dioch klein! Als wir endlich in PakBeng angekommen sind, war es schon dunkel und der Ausstieg aus dem Boot war garnicht so leicht, denn ploetzlich wuselten tausend Laoten um uns rum, die unsere Rucksaecke tragen oder uns ein Guesthouse zeigen wollten. Aber da wir unser Gepaeck lieber selbst tragen und schon wussten, wo wir uebernachten wollten, sind wir einfach schnurstracks durch die Menge gefluechtet. Das hat dann ganz gut geklappt.
Das Tor in eine andere Welt...
Das Guesthouse selbst (Boumy's) war nun nicht wirklich der Hit, aber das dazugehoerige Restaurant war echt toll und wir haben unsere erste laotische Mahlzeit genossen --> fried vegtables with peanuts, lecker!! Den Knueller gab es dann aber zum Fruehstueck: laotischen Black Coffee - ein Traum!! (Daniel, du wuerdest nie wieder was anderes trinken wollen). Ich habe noch nie in meinem Leben so schwarzen Kaffee gesehen, der auch noch so lecker schmeckt! Da muss ich umbedingt welchen mit nach Hause bringen.
Die Bootstour am zweiten Tag war dann etwas angenehmer. Das Wetter war besser (kein Regen) und die Sicht dadurch wirklich gigantisch. Der rote Fluss und rechts und links gruene Huegel mit dschungelartigem Bewuchs, dann ab und an mal ein kleines Doerfchen - echt schoen!! Und ich habe mich gewundert, wie sauber der Mekong eigentlich ist, ausser ein paar vereinzelten Schuhen oder Benzinkanistern echt nur Holz, was da drin rumschwimmt.... Ausserdem haben wir quasi den Luxusliner abbekommen: es gab fuer ca. 50% der Passagiere Schwimmwesten (vermutlich aber nur, weil das zweite Schiff, das mit uns am Vortag ausgelaufen ist, auf einem Fels haengen geblieben ist...). Naja, auf jeden Fall sind wir nach weiteren 6,5h Fahrt ohne Probleme in Luang Prabang angekommen. Mal wieder mit ein bischen Glueck haben wir dort auch recht schnell ein tollen Guesthouse gefunden, wo wir uns direkt einquartiert und von der langen Anreise ausgeruht haben.
3 Kommentare:
hi tina, hört sich ja spannend an was du da so erzählst. vor allem der Frosch... habt ihr den eigentlich dann auch geküsst???
ganz liebe grüße von deinem cousinchen julia
Liebes Cousinchen,
wir hatten genug Muehe damit, den Frosch (mit der Klobuerste) aus dem Waschbecken zu bekommen und dann ist er weggesprungen... Der wollte garnicht von uns gekuesst werden, war wohl kein verwunschener Prinz :(
Ganz liebe Gruesse zurueck!
Der Kaffee sieht genau aus wie der vietnamesische ... *lechz* ... bin mal auf deinen Vergleich später gespannt. Kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es irgendwo besseren Kaffee gibt als in Vietnam :)
Liebste Grüße und weiterhin ne tolle Zeit! Bine
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