Das ist die Hauptstsadt von Kambodscha und eigentlich sind wir auch nur hier, weil wir ja irgendwie von Siem Reap nach Vietnam "rueber" kommen muessen - eine Strecke, die fuer einen Tag definitiv zu lange ist. Unsere Anreise hierher war aber echt gemuetlich! Statt uns wieder stundenlang in einen engen stinkigen Bus zu quetschen, der staendig anhaelt und uns dann irgenwo rausschmeisst, wo wir nicht hinwollen, haben wir uns diesmal fuer die Boot-Variante entschieden. Das heisst, wir sind in einem recht komfortablen Kabinenboot ueber den Tonle Sap Stausee und denn zugehoerigen Fluss bis zum Bootsanleger im Hafen von Phnom Penh geschippert. Das ganze hat knappe 6h gedauert und war wirklich schoen! Bequeme Sitze, tolle Aussicht auf den See, die Landschaft sowie die am und im Fluss lebenden Menschen. Bis auf die Schiffer in ihren kleinen Holzbarken, sah es tlw. echt wie auf dem Bodensee aus... Noch dazu sparen wir uns damit den Tagestrip ueber den Tonle Sap Fluss.
Naja und weil wir ja nun schonmal da sind, wollten wir ein bischen Programm einschieben. Hier in der Haupstadt gab es unter dem Pol-Pot-Regime das groesste Gefaengnis und Exekutionslager Kambodschas. Grausam und absolut dramatisch, ist es heute im Gedenken an all die getoeteten Menschen in ein Genozid-Museum umgebaut worden. Kein sehr erfreulicher Tagesausflug, aber ein bischen Landes-Geschichte gehoert auch dazu! Schliesslich ist der Krieg noch nicht wirklich lange vorbei und ich habe festgestellt, dass meine Kenntnisse darueber stark zu wuenschen uebrig lassen. Alles in allem war es ein anstrengender Trip, der stark an unseren Nerven zehrte und die allgemeine Stimmung nicht gerade steigerte... Die Art und Weise des Museums sowie der dortige Fuehrer lag uns nicht und war fuer den Kontext unserer Meinung nach auch nicht angebracht (wir wurden staendig zum Fotografieren aufgefordert, aber so eine Gedenkstaette ist ja nun wirklich nicht der Ort, an dem man Fotos macht... schliesslich sind wir keine Japaner!). Ach und insgesamt ist die Stadt hier einfach nicht wirklich entspannt. Ueberall ist es laut, dreckig, chaotisch und ein bischen unangenehm... Staendig wird man von allen Seiten angequatscht oder angebettelt (in den anderen Staedten war das zwar auch so, aber nicht so extrem wie hier).
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Phnom Penh und Kambodscha allgemein bekommt bestimmt nochmals eine zweite Chance, aber erst in 5-10 Jahren! Vielleicht gefaellt es mir dann besser. Wobei, fuer den Anblick der Angkor-Tempel hat sich der Aufenthalt hier auf jeden Fall gelohnt!!
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Und hier auch noch ein paar Bilder:
Unsere Anreise ueber den Tonle Sap Stausee mit toller Aussicht
Das Unabhaengigkeitsdenkmal,
auf einem ziemlich neu angelegten Platz in der Mitte der Stadt
So sieht es dann auf den normalen Strassen aus...
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