Freitag, 23. November 2007

Saigon

Von Kambodscha aus haben wir einen Direktbus nach Saigon genommen, Fahrtdauer ungefaehr 7,5h von morgens um acht bis nachmittags um ca. halb vier. Vom Bus waren wir beide positiv ueberrascht (da haben wir naemlich schon viel schlimmeres erlebt!) und voll besetzt war er auch nicht. Eigentlich alles super Voraussetzungen fuer eine angenehme und stressfreie Fahrt, aber: es kommt immer anders als man denkt...
Aus nicht geklaerten Gruenden mussten wir unsere Paesse beim Busbegleiter abgeben, nachdem wir die Immigration Card fuer die vietnamesische Grenze ausgefuellt hatten. Ich dachte erst, der kontrolliert nur, ob auch alles korrekt ausgefuellt ist, was er auch tat. Aber danach haben wir sie (auch auf Nachfrage) nicht wieder zurueck bekommen. Ahhh! Das geht halt mal absolut gegen das oberste Reise-Gebot "Gib niemals deinen Pass aus der Hand!!" Ich sah unsere Paesse auch schon auf dem Schwarzmarkt verkauft und uns vor der Botschaft stehen... Natuerlich war das eine absolute Ueberreaktion #schaem#, machte aber die Busfahrt bis zur Grenze zur fuenfstuendigen Tortur... An der Grenze angekommen mussten wir alle (immernoch ohne Pass) aussteigen, dann kam ein kambodschanischer Zoellner mit den Paessen (keine Ahnung, wo er die herhatte) und rief uns einzeln wieder in den Bus. Ok - so weit, so gut! Die Paesse gingen allerdings wieder an den Busbegleiter und die Fahrt noch ein Stueck weiter zur vietnamesischen Grenze. Dort mussten wir das komplette Gepaeck aus dem Bus nehmen und uns damit in eine Wartehalle stellen, bis wir zur Pass-Kontrolle aufgerufen wurden. Seh ich ja ein, aber was wollen sie kontrollieren, wenn ich meine Pass immernoch nicht wieder habe... Einmal aufgerufen mussten wir dann vortreten, bekamen (endlich!!) unseren Pass zurueck und mussten das Gepaeck scannen lassen. Das wars dann auch schon. Beim Austreten aus dem Gebaeude wurde nur nochmals das Visum gecheckt, dann konnten wir den Bus wieder beladen und weiterfahren. Es glaubt mir niemand, wie erleichtert Kathrin und (im Besonderen) ich danach waren! Ausreise aus Kambodscha geglueckt und wieder im Besitz unserer Paesse... das macht ganz schoen was aus ;-)

Saigon hat uns dann wider Erwarten auch ganz gut gefallen. Im Vergleich zu Phnom Penh fuehlten wir uns richtig gut aufgehoben. Obwohl es auf den Strassen nicht weniger laut und hektisch zuging, kam es mir sehr viel angenehmer vor. Trotzdem wollten wir nicht lange bleiben, da wir erstmal genug Grossstadt-Hektik hatten und noch viel Programm fuer die schnell weniger werdende Reisezeit ansteht. Recht schnell haben wir ein nettes Hotel gefunden, was leckeres zu Essen bekommen und den Bus fuer unsere Weiterfahrt am naechsten Tag nach Dalat gebucht.

Absolut vorherrschend: der Roller!!


Interessant fuer alle Elektriker:
"Arbeiten unter Spannung" auf die asiatische Art...

So sieht's dann fertig aus...
Wer braucht schon Ordnung,
solang es funktioniert??

Dazu muss man nicht viel sagen:
Einfach lecker!!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi Tina, Grüße aus dem wie immer eklig kalten feuchten und trüben Deutschland. Haben grad mal in Katrins Blog reingeschaut. Dies ist ein heißer Tipp für alle, die schon fast vergessen haben, wie du aussiehst. Grüße an Katrin und "Hut ab", das sind wirklich tolle Bilder. Alles Liebe von den Grodes.

Kommentar veröffentlichen